Dirigent
Oliver von Dohnányi wurde in Trenčín geboren. Er studierte am Konservatorium Bratislava die Fächer Violine, Dirigieren und Komposition und setzte sein Studium an der Akademie der musischen Künste in Prag unter Václav Neumann und Alois Klíma und an der Musikakademie in Wien unter Otmar Suitner fort. Er absolvierte die Meisterklassen bei den renommierten Dirigenten Igor Markewich, Arvid Jansons und Franco Ferarra und nahm an wichtigen Wettbewerben teil; er war Finalist beim Internationalen Dirigenten-Wettbewerb des Ungarischen Fernsehens und beim Talich-Wettbewerb des Prager Frühling Festivals. Beim Wettbewerb in Siena wurde er mit dem Premio Respighi ausgezeichnet.
1979 wurde er Dirigent des Symphonischen Orchesters des Slowakischen Rundfunks in Bratislava und blieb sieben Jahre in dieser Funktion. Für den Slowakischen Rundfunk hat er mehrere symphonische Werke und Opern eingespielt, einige von diesen Aufnahmen werden von verschiedenen Labels (Naxos, Marco Polo, Supraphon, Panton, Verga a Opus) als CD veröffentlicht. Ab 1986 bekleidete er die Funktion des Chefdirigenten des Slowakischen Nationaltheaters, an dem er mehrere erfolgreiche Opernproduktionen einstudiert und dirigiert hat, u. a. Fürst Igor ( Borodin), Tosca (Puccini), La sonnambula (Bellini), Il barbiere di Siviglia (Rossini), Prodaná nevěsta (Die verkaufte Braut, Smetana), Rigoletto (Verdi). Seine letzte dortige, in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jozef Bednárik entstandene Produktion, Gounods Faust, bedeutete einen Durchbruch in der bisherigen Operntradition in Bratislava. Sie wurde mit Begeisterung nicht nur von den Zuschauern in der damaligen Tschechoslowakei aufgenommen, sondern war auch in Ungarn, Deutschland und Israel überaus erfolgreich; anlässlich des Edinburgh Festivals in Großbritannien erhielt sie den Sonderpreis der internationalen Kritik in der Kategorie Musik. Mit der Oper des Slowakischen Nationaltheaters hat Oliver Dohnányi in Spanien, Deutschland, Russland, Ungarn, den Niederlanden und in China gastiert. Gleichzeitig war er Dirigent der Slowakischen Philharmonie und ständiger Gastdirigent beim Kammerorchester Capella Istropolitana, mit dem er mit Studioaufnahmen sowie auch bei Konzerttourneen und Festivals (Bologna Festival, eine Tournee in Deutschland und Österreich, eine Konzertserie für den Österreichischen Rundfunk) erfolgreich war.
In den Jahren 1993 – 1996 und wieder 2004 – 2007 war Oliver von Dohnányi Chefdirigent der Oper am Nationaltheater in Prag, an dem er die Opern- und Ballettvorstellungen einstudiert und dirigiert hat, z. B. Libuše und Prodaná nevěsta (Smetana), Romeo et Juliette (Gounod), Puccinis La bohème und Tosca, Verdis Rigoletto, Saint-Saëns’ Samson et Dalila, Bellinis Norma, das Ballett Cinderella (Prokofjew), Mozarts Die Zauberflöte, Don Giovanni und Le nozze di Figaro. Mit den beiden letztgenannten Werken war er auch bei den regelmäßigen Gastspielen in Japan erfolgreich.
Außerdem dirigierte Maestro Dohnányi an der English National Opera die Opern Mefistofele (Boito), Falstaff (Verdi) und Lehárs Die lustige Witwe. Im Jahre 1998 leitete er die konzertante Aufführung von Smetanas Libuše beim Edinburgh Festival. Oliver Dohnányi ist langjähriger Gastdirigent der Opera North und des Orchesters Northern Philharmony in Leeds, wo er Carmen (Bizet), Hamlet (Thomas), La Gioconda (Ponchielli) und aus dem tschechischen Repertoire Prodaná nevěsta und Dvořáks Rusalka einstudiert und dirigiert hat. Seit 1999 gastiert er auch am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an dem er Verdis Macbeth und Gounods Romeo et Juliette einstudiert hat. Im Jahre 2000 debütierte er in den USA beim Orchester Chicago Sinfonietta. Für die Aufnahme der Fernsehoper des slowakischen Komponisten Juraj Filas Memento Mori mit den Prager Symphonikern hat er den Sonderpreis beim Fernsehfestival in Salzburg erhalten. Seit 2001 arbeitet er regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper München. 2004 dirigierte er Die Zauberflöte mit großem Erfolg am Teatro Colon in Buenos Aires.
Ab März 2006 war Oliver von Dohnányi Opernchef am Mährisch-schlesischen Nationaltheater in Ostrava, im Juni 2006 wurde er für den Posten des Chefdirigenten des Symphonischen Orchesters des Slowakischen Rundfunks in Bratislava gewählt und seit dem selben Jahr ist er auch ständiger Gastdirigent der Philharmonie Zagreb und des Symphonischen Orchesters des Kroatischen Rundfunks. Seit 2007 ist er auch ständiger Gastdirigent an der Staatsoper in Stuttgart. Im März desselben Jahres hat er Prodaná nevěsta mit dem Ensemble der Oper in Baltimore einstudiert.
Als Gastdirigent trat er mit großem Erfolg bei vielen renommierten internationalen Orchestern auf, wie z. B. Yomiuri Nippon Tokio, St. Petersburger Philharmonie, Royal Liverpool Philharmonic, Ungarischen Staatsphilharmonie, Chicago Symphonietta, Orquestra Sinfónica Portuguesa, Staatsphilharmonie Brünn, Tschechischen Philharmonie, English Chamber Orchestra, London Mozart Players, Northern Philharmony Leeds, RSO Lugano, I Solisti di Napoli, RSO Saarbrücken, RSO Basel, Orquestra Nacional do Porto, National Symphony Orchestra of Ireland, BBC Belfast und BBC Glasgow Orchestra, Orquesta Filarmónica Buenos Aires usw.
Inszenatoren
- Eine Hommage an Angelo Neumann (1838–1910): Musikalische Leitung
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23. 05. 2012 um 19:00
G. Rossini: Der Barbier von Sevilla
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24. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: Tosca
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25. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: La Bohème
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