Der Bassbariton Noé Colín studierte am Internationalen Opernstudio in Zürich, an der Nationalen Musikschule (Escuela Nacional de Música) in Mexiko und an der Schule der schönen Künste (Escuela de Bellas Artes) in Toluca. Als Mitglied der Oper in Innsbruck (1997–99) sang er u. a. den Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Don Alfonso (Così fan tutte), Sarastro (Die Zauberflöte) und Sparafucile (Rigoletto). 1999 – 2003 war er Mitglied der Wiener Volksoper, an der er z. B. als Oroveso (Norma), Dulcamara (L’elisir d’amore), Don Pasquale, Bartolo (Le nozze di Figaro), Alidoro (La Cenerentola), Geronio (Il Turco in Italia) und Colline (La Bohème) auftrat. In der Wiener Kammeroper gastierte er als Nardo (La finta giardiniera). Er nahm an der festlichen Eröffnung des Theaters Cuyas in Las Palmas als Leporello (Don Giovanni) teil. Im Jänner 2005 ehielt er den Ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in Pescia, im selben Jahr trat er an der Opera nacional de México als Bruder Lorenzo in Romeo und Julia (mit Anna Netrebko und Roland Villazón in den Titelrollen) auf. Sein Repertoire umfasst bis jetzt an die 50 Rollen des tragischen und komischen Genres. Im Jahre 2008 sang er den Leporello am Nationaltheater Brünn. Er gastierte beim Concertgebouw in Amsterdam, weiters in Rotterdam, Utrecht und Maastricht, in Luxemburg, Schweiz, Italien, Spanien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Mexiko, in Bogotá in Kolumbien, Guatemala u. a. Er sang gemeinsam mit Plácido Domingo, Carlo Cossutta, Luis Lima, Neil Shicoff, Bernd Weikl und unter den Dirigenten Marcello Viotti, Riccardo Chailly, Alfred Eschwé u. a. Von seinen Aufnahmen wird vor allem diejenige von Matilde di Shabran Gioacchino Rossinis (label Bongiovanni), auf der er den Aliprando singt, geschätzt.
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