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Milan Ferenčík

Milan Ferenčík studierte an der Mittelschule für angewandte Kunst und an der Theaterfakultät der Musikhochschule in Bratislava; das Fach Szenographie bei Prof. Ladislav Vychodil schloss er mit dem Titel Magister artis ab. 1979–88 arbeitete er als Szenograph im Andrej-Bagár-Theater in Nitra, wo er an die 40 Theaterprojekte verwirklichte. Gleichzeitig arbeitete er mit dem slowakischen Fernsehen (ca 100 Fernsehproduktionen und mehrere Filme) und dem Slowakischen Nationaltheater (ca 40 Opernproduktionen) zusammen. Zu seinen wichtigsten Bühnenbildern an diesem gehören die Entwürfe für Mefistofele von Arrigo Boito, Otello, Aida und Ein Maskenball von Giuseppe Verdi, Puccinis Tosca, Wagners Tannhäuser, Rusalka von Antonín Dvořák und für das Ballett Children of Titanic in der Choreographie von Christopher d’Amboise aus New York. Mit dem Prager Nationaltheater arbeitete er 1997–99 zusammen, und zwar in der Produktion Isadora Duncan und Onegin, und für die japanische künstlerische Agentur NASA schuf er den Bühnenbildentwurf für Tosca. Im Jahre 1992 gründete er sein eigenes Art Design Atelier 1, aus dem Entwürfe für verschiedene Interieurs und Ausstellungen und deren Realisierung hervorgegangen sind. Im Jahre 1998 nahm sein Atelier an der Ausstellung EXPO LISSABON in Portugal teil.

Aus den letzten Jahren sind die Ausstellungen Italienische Oper in der Slowakei (Schloss Zvolen 1993 und Burg in Bratislava 1997), Verdi in der Slowakei (Kunsthaus in Piešťany 1993), Das historische Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters (Galerie der Stadt Bratislava 1996), Hommage an die Szenographie der Oper (Slowakisches Nationaltheater Bratislava), Die visuelle Kunst 1970–85 (Bratislava) zu nennen. Er hat Dvořáks Rusalka (2006) und Gounods Faust (2007) in der Regie von Zdeněk Troška am Staatstheater Košice ausgestattet.

Für die Staatsoper Prag hat er das Bühnenbild für die Oper von Georges Bizet Carmen (Premiere am 11. 3. 2004) und Antonín Dvořák Rusalka (Premiere am 5. 5. 2005) entworfen.

November 2010
Photos: Milan Ferenčík

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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