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Jozef Bednárik

Jozef Bednárik ist 1947 im westslowakischen Zeleneč geboren, nach dem Absolutorium an der Kunstgewerbeschule studierte er Schauspiel an der Hochschule der musischen Künste in Bratislava. Nach seiner zehnjährigen Tätigkeit als Schauspieler am Andrej-Bagar-Theater Nitra wird er Regisseur des Laientheaters „Z“ und später Regisseur de iure am Theater Nitra. Hier inszenierte er mehr als dreißig Werke, von denen Shakespears Titus Andronicus, Das Haus von Bernarda Alba von Federico Garcia Lorca und Frühlings Erwachen von Frank Wedekind ein hervorragendes Echo verzeichneten. Er gastierte auch bei vielen Festivals in Deutschland, Österreich, Frankreich, Bulgarien, Monaco, Japan, England, Israel und vielen anderen Ländern. Beim Festival in Edinburgh erhielt er den Kritikpreis für die beste Musikinszenierung – für Gounods Faust und Margarethe in der Einstudierung der Oper des Slowakischen Nationaltheaters. 1990 zog er nach Bratislava um, wo er Regisseur an der Neuen Bühne wurde, die während seiner Tätigkeit vier Musicaltitel aufführte (Evangelium von Maria, Das Grandhotel, Blutsbrüder und Joseph and the Amazing Technicolour Dreamcoat von Andrew Lloyd Webber). Zur gleichen Zeit arbeitet er regelmäßig auch mit Opernbühnen zusammen. Zuerst war es die Kammeroper Bratislava, wo er Donizettis Maniere teatrali und Glucks Le Chinesi inszenierte. Später – mit dem Ensemble des Slowakischen Nationaltheaters – vollendete er seine Trilogie französischer Opern: Faust und Margarethe, Hoffmanns Erzählungen und Don Quichotte. Danach folgten fünf Balletttitel auf der Bühne des Nationaltheaters Prag (Psycho, Der kleine Herr Friedemann, Tschaikowski, Coppélia und Isadora Duncan). 1996 inszenierte er an der Staatsoper Prag Rossinis Oper Der Türke in Italien und 1997 seinen ersten Verdi – Don Carlos an der Bratislavaer Oper. Die Besucher des Prager Nationaltheaters kennen seine Inszenierung von Gounods Oper Roméo et Juliette, die bei dem Festival des Musiktheaters als die interessanteste Operninszenierung gewürdigt und für den Alfred-Radok-Preis nominiert wurde. Außergewöhnlichen Interesses der Zuschauer erfreut sich Bizets Carmen, eine weitere Bednáriks Regie in der Oper des Nationaltheaters, genauso wie Turandot, die in der vorigen Spielzeit im Slowakischen Nationaltheater Bratislava inszeniert wurde. Auf den Prager Bühnen erreichte er große Erfolge auch bei den Zuschauern als Musical-Regisseur – Dracula und Monte Cristo von Karel Svoboda, Joan of Arc und Das Lebenselixier von Ondřej Soukup und auch die in diesem Jahr aufgeführte Angelika von Michal David. Bednáriks Musical-Produktionen waren auch in Nitra (Alexis Sorbas, Adam Šangala, Cabaret), in Prešov (Der Fiedler auf dem Dach und Oliver!), auf der Neuen Bühne (Ein Käfig voller Narren und The Full Monty) und im Theater Aréna (Rocky-Horror-Show) zu sehen. Zur Zeit bereitet er in Bratislava das alte englische Marionettenmusical Chu-Chin-Chow, in Prag ein Ballett über Rodin und ein Musical über Schwejk (HipHop + Blasmusik) vor, im Gespräch ist der Titel Sunset Boulevard von Andrew Lloyd Webber mit Emílie Vášáryová und Božidara Turzonovová im neuen Slowakischen Nationaltheater.

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Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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