Guillaume Tourniaire ist in Provence (Frankreich) geboren. Er studierte Klavier und Dirigieren am Konservatorium in Genf. 1993 wurde er künstlerischer und Musikdirektor des Chors Le Motet de Geneve. 1996 wurde er als Chefchormeister an das Grand Théâtre de Geneve berufen, in den Jahren 2001 – 2002 wirkte er als Chef des Chores am Teatro La Fenice in Venedig. Seit 2002 ist er ausschließlich als Dirigent tätig. Als Dirigent debütierte er 1998 am Grand Théâtre de Geneve in der Oper von Sergej Prokofjew Die Verlobung im Kloster und danach an der Opéra National de Paris im Ballett von Igor Strawinski Le Sacre du Printemps (Choreografie von Pina Bausch). Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Orchestre de la Suisse Romande, mit dem er u.a. die Urfassung der von ihm rekonstruierten Musik Prokofjews zum Einsteins Film Iwan der Schreckliche aus der Taufe gehoben hat und weiters die Schauspielmusik zu Mozarts Thamos, König in Ägypten von Tobias Philipp Gebler, Mahlers Kantate Das klagende Lied, Prokofjews Kantate Alexander Newski, das Oratorium Gilgamesh von Bohuslav Martinů, Dvořáks Requiem, Janáčeks Kompositionen Amarus und Das ewige Evangelium, die Bühnenmusik zu Rosamunde von Franz Schubert aufgeführt hat. Am Grand Théâtre de Geneve dirigierte er das Orchestre de la Suisse Romande in Rossinis Der Barbier von Sevilla und Madame de... von Jean Michel Damas.
Als Gast arbeitete er mit einer Reihe von vielen Orchestern zusammen, sowohl im Konzertsaal als auch in der Oper, u.a. mit dem Philharmonischen Orchester Helsinki, dem Orchestra Regionale Toscana, dem Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia in Rom, dem Teatro Rendano in Cosenzi (Les mamelles de Tirésieas von Poulenc, Turandot, Tosca), mit dem Teatro Sao Carlos in Lissabon, dem Orchestra del Teatro La Fenice in Venedig, der Deutschen Oper am Rhein v Düsseldorf (Don Pasquale), mit dem Stadttheater in Osnabrück (Salome, Idomeneo u.a.), mit der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen, dem Orchestre National de France, dem Teatro Politeama Greco im italienischen Lecce (Les Pecheurs de Perles von Bizet), dem Teatro Politeama di Catanzaro, dem Teatro Cilea di Reggio di Calabria (Madama Butterfly) und dem ’Orchestre National de Lyon.
2005 dirigierte er Bizets Oper Les Pecheurs de Perles auf der Japan-Tournee des venezianischen Theaters Teatro La Fenice. 2006 führte er die Uraufführung der Oper des Schweizer Komponisten Xavier Dayer (geb. 1972) Les Aveugles nach dem gleichnamigen Stück von Maurice Maeterlinck an der Opéra National de Paris und danach am Londoner Theatre Almeida auf.
2006 wurde er erneut zum Opernfestival in Macerata eingeladen, wo er Die Zauberflöte dirigierte, 2007 führte er zum ersten Mal Saul von Flavio Testi auf. In Soul dirigierte er Händels Rinaldo. Am Teatro Lirico di Cagliari führte er Le bel Indifférent von Mark Tutin und Orpheus in der Unterwelt auf. Mit dem Orchestre de la Suisse Romande hat er für die Firma AEON / Harmonia mundi eine neue Fassung der Bühnenmusik zu Griegs Peer Gynt aufgenommen. Diese Aufnahme hat viele Preise erhalten, zum Beispiel „Diapason d’Or za rok 2005“, „Choc“ der Fachzeitschrift Le Monde de la Musique, The CD of the month (Januar 2007) der Tageszeitung Daily Telegraph, Five Stars der Tageszeitung Guardian, „Outstanding version“ der Firma Gramophone. Für die Firma Cascavelles hat er mit dem Orchestre de la Suisse Romande die erste Aufnahme von Les Cantique des Cantiques, Jour de Fetes en Suisse und Radio Panoramique gemacht. Im Oktober 2007 hat er für die australische Firma Melba Records in Melbourne Hélene und Nuit persane von Saint-Saënse als Welturaufführung aufgenommen.
Zu seinen Plänen im Jahr 2008 gehören das mozartsche Konzert im Palais Garnier in Paris mit dem Orchestre de l’Opéra National de Paris und den Sängern vom Atelier Lyrique, Werther in Genf, die Reprise der Oper Les Aveugles an der Opéra National de Paris, The Servant beim Festival in Macerata, die Vorbereitung auf neue Aufnahmen für die Firma Melba Records in Brisbane in Australien, Der fliegende Holländer an der Staatsoper Prag...
Guillaume Tourniaires erste Zusammenarbeit mit der Staatsoper Prag (Orchester und Chor) hat im Jahre 2005 im Zusammenhang mit der Produktion von Les mamelles de Tirésias von Francis Poulenc und mit der Uraufführung von Le Bel Indifférent von Marco Tutino beim Opernfestival von Macerata stattgefunden. Er hat Les mamelles de Tirésias mit dem Ensemble der Staatsoper Prag für deren tschechische Erstaufführung zusammen mit Poulencs Einakter La voix humaine (Regie und Bühnenbild Pier Luigi Pizzi, 22. 2. 2007) einstudiert und dirigiert. Guillaume Tourniaire hat am 25. 5. 2006 mit Candide von Leonard Bernstein an der Staatsoper Prag debütiert und war in der Saison 2007/08 ihr Chefdirigent. In dieser Eigenschaft hat er die konzertante Aufführung der kompletten Bühnenmusik von Edvard Grieg zu Henrik Ibsens Peer Gynt (13. 9. 2007), die neuzeitlichen Premieren der Werke Nuit Persane und Helène von Camille Saint-Saëns einschließlich von deren konzertanter Aufführung (13. 2. 2008), sowie Wagners Der fliegende Holländer (29. 5. 2008) geleitet.
Inszenatoren
- Die fliegende Holländer: Musikalische Einstudierung
- Candide: Musikalische Einstudierung
- La Voix humaine & Les Mamelles de Tirésias: Musikalische Einstudierung
- Nuit Persane & Hélène – Galaconcert: Musikalische Einstudierung
- Peer Gynt – Bühnenmusik zum Drama von Henrik Ibsen: Musikalische Einstudierung
Suchen
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23. 05. 2012 um 19:00
G. Rossini: Der Barbier von Sevilla
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24. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: Tosca
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25. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: La Bohème
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