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Christina Vasileva

Solistin der Oper des Nationaltheaters

Christina Vasileva wurde in Sofia in einer tschechisch-bulgarischen Familie geboren. Im Jahre 1990 absolvierte sie das Lyubomir Pipkov-Konservatorium in ihrer Geburtsstadt, den Belcanto hat sie weiter bei Michael Tomaschov studiert.

Sie hat im Jahre 1995 den 3. Preis beim Internationalen Antonín Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlovy Vary erhalten, worauf sie an das F. X. Šalda-Theater in Liberec engagiert wurde. An diesem sang sie Sopranrollen wie Rusalka, Violetta (La traviata), Tatjana (Eugen Onegin), Desdemona (Otello), Cho-Cho-San (Madama Butterfly), Antonia (Hoffmanns Erzählungen), Micaela (Carmen), Fiordiligi (Così fan tutte), Nedda (I pagliacci), Leonora (Il trovatore) und Manon Lescaut. Im Jahre 2002 sang sie die Rusalka am Nationaltheater Prag, ein Jahr darauf in Brno. Sie arbeitet auch mit den Opernhäuser in Ústí nad Labem und Plzeň zusammen, wo sie als Violetta und Cho-Cho-San auftgetreten ist.

Christina Vasileva hat an Opernbühnen in Europa und in Übersee gastiert: als Rusalka am Nationaltheater in Zagreb (1996), als Cho-Cho-San bei den Eutiner Festspielen, in Remscheid und in Solingen mit der Philharmonie Hamburg unter Hilary Griffiths (1999 und 2000), als Norma am Teatro Puccini in Rhodos (2002) und Desdemona am Theater Winterthur (2004). Einen außerordentlichen Erfolg hatte sie im Jahre 2003 als Violetta (La traviata) in der Oji Hall in Tokyo. 1998 und 2003 hatte sie Opernrezitals gemeinsam mit Peter Dvorský und der Prager Kammerphilharmonie absolviert. Im Jahre 2008 hat die Kritik ihre Leistung als Liù (Turandot) in Salzburg unter Enrico Dovico sehr gelobt. Christina Vasileva ist seit 2006 Solistin der Staatsoper Prag, an der sie bereits die Elena (I vespri siciliani) gesungen hatte. Gegenwärtig ist sie hier als Cho-Cho-San (Madama Butterfly), Mimi (La Bohème), Manon Lescaut, Rusalka und Desdemona zu hören. In der Saison 2006/2007 hat sie in der Titelrolle der Oper Hélène von Camille Saint-Saëns bei deren konzertanten Aufführung auf sich aufmerksam gemacht. Im Herbst 2008 wurde sie für die Rolle der Mimi in La Bohème (Regie Ondřej Havelka) für den Thalia-Preis nominiert. Im April 2010 debütierte sie als Tosca an der Staatsoper Prag. Im März 2011 wurde sie mit dem Thalia-Preis für die Titelrolle in Janáčeks Katja Kabanowa, die sie im Jahre 2010 am Nationaltheater Prag kreiert hatte, ausgezeichnet.

März 2011
Photos: Christina Vasileva

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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