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Alessandro Camera

Als Bühnenbildner begann Alessandro Camera bereits als Student an der Accademia di Belle Arti di Brera zu arbeiten, und zwar als Mitarbeiter von Luciano Damiani. Zu seinen ersten Szenographien gehörten Der Kuß einer Fee von Igor Strawinski (Mailänder Scala), Verdis La traviata (Arena di Verona und Salzburger Festspiele), Le damnation de Faust von Berlioz (Staatstheater Stuttgart), im Schauspiel waren es Hekabe und Die Bakchen von Euripides für das griechische Theater in Syrakus und experimentelle Werke (ebenfalls mit Damiani) für das Teatro di Documenti in Rom. Er schuf das Bühnenbild zu Szenen aus einem Eheleben von Ingmar Bergman am Teatro Piccolo Eliseo in Rom (Regie Gabriele Lavia), Madame Bovary von Gustave Flaubert und Maria Stuart von Friedrich Schiller (Teatro Eliseo, beides in der Regie von Giancarlo Sepe). Er beteiligte sich an der Produktion der Rätselhaften Variationen von E. E. Schmitt, Volpone (Der Fuchs) von Ben Jonson, Goldonis Der Lügner und Dostojewskis Schuld und Sühne in der Regie von Glauco Mauri. Er arbeitet auch mit dem Film zusammen, z. B. zusammen mit Ezio Frigerio im Film Le Hussard sur le toît (Der Husar auf dem Dach) in der Regie von Jean-Paul Rappenau (1995).

Im Jahre 1997 begann Alessandro Cameras intensive Zusammenarbeit mit dem Bühnen- und Kostümbildner William Orlandi. An der Pariser Opéra Bastille waren dies Don Quichotte von Massenet und Die Liebe zu den drei Orangen von Prokofjew in der Regie von Gilbert Deflo. Es folgten Monteverdis Orfeo sowie Pique Dame von Tschaikowsky für das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Mascagnis Cavalleria rusticana, Massenets Thérese, Ponchiellis La Gioconda im Züricher Opernhaus, Rossinis Semiramide für das Rossini-Festival in Pesaro, Les Huguenots von Meyerbeer, Verdis Luisa Miller (Nationale Reisopera in Enschede und Teatro La Fenice in Venedig), Rigoletto (Opéra in Lausanne) und Le Roi de Lahore von Massenet (Teatro La Fenice) in der Regie von Arnaud Bernard und schließlich Verdis Falstaff, mit dem die Saison 2006/07 am Teatro San Carlo in Neapel eröffnet wurde.

Photos: Alessandro Camera

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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