Giacomo Puccini: Tosca
Inszenatoren
- Musikalische Leitung: F. Drs, J. Štrunc
- Regie: M. Otava
- Bühnenbild: J. Svoboda
- Kostüme: J. Jelínek
- Chorleitung: T. Karlovič, A. Melichar
- Regieassistent: L. Cukr, P. Jirsa
Besetzung
- Floria Tosca: A.-L. Bogza, C. Boross, J. Derilova, S. Rálik, Ch. Vasileva
- Mario Cavaradossi: T. Černý, I. Jan, M. Lehotský, N. Višňakov, E. di Villarosa
- Baron Scarpia: M. Cavalcanti, R. Haan, J. Kettner, J. Sulženko
- Der Mesner: M. Bürger, L. Hynek-Krämer
- Cesare Angelotti: L. Hynek-Krämer, O. Korotkov, O. Kříž, L. Mlejnek
- Spoletta: L. Havlák, J. Hruška, D. Janota, M. Šrejma
- Sciarrone: M. Horák, O. Kříž, R. Vocel
- Ein Hirt: E. Jarkovská, S. Koczianová, G. Pešinová
- Ein Schließer: R. Prázný, F. Ryšavý
Giacomo Puccini war an dem Drama La Tosca von Victorien Sardou seit dem Jahre 1889 interessiert, als er die Schauspielerin Sarah Bernhardt in seiner Titelrolle gesehen hat. Die komplizierten Verhandlungen zwischen seinem Verleger Giulio Ricordi mit Sardou und Puccinis Arbeit an den Opern Manon Lescaut und La Bohème haben jedoch die Komposition um zehn Jahre verzögert; sie wurde erst im Jahre 1899 vollendet. Die Uraufführung fand am 14. 1. 1900 am Teatro Constanzi in Rom statt und war ein großer Erfolg, obwohl zum Beispiel Gustav Mahler die Oper ein „meisterhaftes Machwerk“ genannt und sich auch Richard Strauss verächtlich über sie ausgedrückt hat. Die im Jahre 1800 in Rom zur Zeit der Kämpfe Napoleons mi Österreich in Italien angesiedelte Oper über die Sängerin Tosca, ihren Geliebten, den Maler Cavaradossi, und den hinterhältigen Polizeichef, Baron Scarpia, gehört trotz Allem bis heute zu den beliebtesten Opernwerke aller Zeiten.
Die Produktion an der Staatsoper Prag verwendet das zur Legende gewordene Bühnenbild von Josef Svoboda aus der Aufführung zur Zeit der Großen Oper des 25. Mai (heute Staatsoper Prag) aus dem Jahre 1947. Die genaue, jedoch heute bereits mit Verwendung modernen Technologie hergestellte Kopie, hat zur Beliebtheit dieser Produktion sehr beigetragen. Sie hatte auch beim Gastspiel der Staatsoper Prag in Japan mit den Gästen Maria Guleghina bzw. Eva Marton in der Titelrolle (2003) oder in Salzburg (2006) Erfolg.
Premiere: 7. 6. 1999
Echos in der Presse
„Die aus dem Jahre 1947 stammende Szenographie zu Tosca von Josef Svoboda verwendet noch keine der Finessen der modernen Technik, durch die er später bekannt wurde, doch ist jedes seiner drei Bühnenbilder so effektvoll, dass sie sogar spontanen Applaus auf offener Bühne hervorrufen...“
(Petr Pavlovský, Kulturní přehled, Praha, 9/1999)

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