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Pietro Mascagni, Ruggiero Leoncavallo: Cavalleria rusticana, I pagliacci

Inszenatoren

Besetzung

Cavalleria rusticana

I paglia

Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni (1863 – 1945), der Operneinakter aus dem Milieu eines sizilianischen Dorfes, gilt als grundlegendes Werk des italienischen Verismo; auf der Bühne erschienen zeitgenössische Menschen einer niedrigen sozialen Schicht. Die Uraufführung am 17. 5 1890 am Teatro Costanzi in Rom war für Mascagni ein großer Erfolg und Cavalleria rusticana wurde bald von vielen Theatern gespielt. Der damals noch kaum bekannte Ruggiero Leoncavallo (1857 – 1919) komponierte kurz danach I pagliacci, einen Einakter in dem selben Stil und auch dessen Uraufführung am 21. 5 1892 am Teatro dal Verme in Mailand fand großen Beifall. Das Thema beider Werke ist eine leidenschaftliche Liebe und ungezügelte, zum Tod führende Eifersucht. In Cavalleria rusticana will die leichtsinnige Lola auf ihren ehemaligen Liebhaber Turiddu, den Verlobten von Santuzza, nicht verzichten. Der Ehemann Lolas, Alfio, tötet Turiddu im Zweikampf. Tragisch endet auch der Einakter I pagliacci, eine Geschichte des alternden Komödianten Canio, der die Untreue seiner Frau Nedda entdeckt und sie sowie seinen Rivalen tötet. Kein Wunder, dass beide Werke bald zusammen an einem Abend aufgeführt wurden – zum ersten Mal im Jahre 1893 am Teatro Costanzi in Rom –, obwohl jedes von ihnen manchmal auch mit anderen Werken, oft auf bizarre Weise, kombiniert waren. Die Aufnahme der Arie des Canio Vesti la giubba (Hüll’ dich in Tand nur) von Enrico Caruso war die erste Schallplatte der Welt, von der über eine Million Exemplare verkauft wurde. Beide Opern spielen auch in der Geschichte des technischen Fortschritts eine Rolle: Am 13. 1 1910 erfolgte die erste Rundfunkübertragung einer Oper überhaupt aus der Metropolitan Opera in New York; die Santuzza sang Emmy Destin, den Canio Enrico Caruso.

Beide Opern haben auch das Interesse der Direktoren beider Prager Theater, des Nationaltheaters und des Neuen deutschen Theaters (heute Staatsoper Prag), erweckt. Nach einer Übereinkunft zwischen beiden Theatern gebührte der Vorrang für italienische Werke dem Nationaltheater, doch hat der Direktor der deutschen Bühne eine Ausnahme erwirkt, sodass Cavalleria rusticana bereits am 18. 4 1891 ihre Prager Premiere an seinem Haus hatte. I pagliacci folgte am 16. 4 1893. Die übliche Kombination beider Einakter realisierte Neumann zum ersten Mal am 14. 5 1893; am 6. 1 1925 dirigierte einer der Komponisten, Pietro Mascagni, die beiden Opern persönlich. In der Ära des Smetana Theaters wurde nur eine Produktion herausgebracht; I pagliacci hatte am 7. 2 1965 Premiere, am 5. 3 1966 folgte Cavalleria rusticana, die dann mit I pagliacci gemeinsam gespielt wurde.

Premiere: 14. 6. 2012

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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