Ambroise Thomas: Mignon (Konzertante Opernaufführung)
Inszenatoren
- Musikalische Leitung: T. Brauner
- Chorleitung: T. Karlovič, A. Melichar
Besetzung
- Mignon: V. Hajnová, J. Sýkorová
- Philine: J. Sibera
- Wilhelm Meister: O. Arévalo
- Lothario: J. Sulženko
- Frédéric: G. Ibragimova
- Laërte : M. Šrejma
- Jarno / Antonio: M. Horák
Der französische, im 19. Jahrhundert wirkende Komponist Charles Louis Ambroise Thomas (1811 – 1896) ist Autor von 20 Opern, von denen Mignon und Hamlet bis heute gespielt werden. Die Popularität seiner vorangegangenen, dem Genre der opéras-comique zuzuordnenden Werke (d. h. mit gesprochenen Dialogen), war zeitbegrenzt, sodass sie sich außerhalb Frankreichs nicht durchgesetzt haben. Thomas musste also auf seinen ersten internationalen Erfolg, den ihm erst Mignon brachte, volle 35 Jahre, bis zu seinem 55. Lebensjahr, warten. Den renommierten Librettisten Jules Barbier und Michel Carré hatte die Geschichte des Mädchens Mignon aus dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe Wilhelm Meisters Lehrjahre als Vorlage gedient. Die Uraufführung, ein Triumph für den Komponisten, fand am 17. 11. 1866 an der Pariser Opéra Comique statt. Die 22. Reprise hat der Napoleon III. besucht, der von der Oper so angetan war, dass er sie während der Weltausstellung in Paris im Jahre 1867 15 Mal spielen ließ. Die Ausstellung dauerte vom 1. 4. bis zum 31. 10., und bereits am 18. 7. wurde die 100. Vorstellung von Mignon gefeiert.
In Böhmen wurde Mignon im Jahre 1869 am Prager Ständetheater erstaufgeführt. Am Neuen deutschen Theater (der heutigen Staatsoper Prag), wurde sie zum ersten Mal am 5. 5. 1889 gespielt; im selben Monat hat die zu ihrer Zeit hochrenommierte schwedische Sopranistin Sigrid Arnoldson in der Titelrolle gastiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Mignon erst im Jahre 1992 im Repertoire erschienen. Am 1. April des selben Jahres begann die selbständige Existenz der Staatsoper Prag. Mignon, deren Premiere am 23. 5. 1992 stattfand, war das erste unter dem neuen Namen dieses Hauses einstudierte Werk.
Premiere: 1. 4. 2012
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