Nachrichten

Die Kammersängerin Soňa Červená wurde zum Ehrenmitglied der Staatsoper Prag ernannt

Erstellt: 6. September 2010

Anlässlich ihres Lebensjubiläums hat der Direktor der Staatsoper Prag, Mag. Oliver Dohnányi, die prominente Opernsängerin Soňa Červená zum Ehrenmitglied dieses Hauses ernannt. Der feierliche Überreichung der Urkunde hat am Samstag, dem 4. 9. 2010, vor der Vorstellung von Bizets Carmen stattgefunden.

„Soňa Červená ist an vielen internationalen Bühnen unter anderem besonders in der Rolle der Carmen berühmt geworden, die unser Theater auch heute anlässlich ihres Lebensjubiläums spielt. Sie hat mit renommierten Persönlichkeiten – Sängern, Dirigenten und Regisseuren – gearbeitet, sie war immer eine Anhängerin des modernen Theaters und hat an ihren Beruf stets die höchsten Ansprüche gestellt. Sie ist auch jetzt, in ihrem fortgeschrittenen Alter, unermüdlich künstlerisch tätig,“ führte der Direktor der Staatsoper Prag Oliver Dohnányi zu diesem außerordentlichen Anlass aus. Er wünschte Frau Červená unter anderem vielen Erfog in der Rolle, die sie am Nationaltheater Prag übernehmen wird – im Drama von Karel Čapek Die Sache Makropulos in der Regie von Robert Wilson. „Ich glaube, dass auch die Staatsoper Prag ihrem Ehrenmitglied eine Rolle anbieten können wird“, ergänzte Oliver Dohnányi.

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Anda-Louise Bogza in Verona

Erstellt: 2. September 2010

Am 25. und 28. August 2010 trat die Solistin der Staatsoper Prag, Anda-Louise Bogza, als Leonora in Il trovatore in der Arena di Verona (Dirigent Marco Armiliato, Regie Franco Zeffirelli) auf.

Anda-Louise Bogza in Verona

Anda-Louise Bogza in Verona
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Zoltán Vongrey in Puccinis Tosca 2. 9.

Erstellt: 1. September 2010

In der Rolle des Scarpia in der Tosca wird am 2. 9. 2010 der slowakische Bariton Zoltán Vongrey auftreten. Sein Repertoire umfasst vor allem die Rollen des italienischen Faches. In der Saison 2010/2011 wird er am Slowakischen Nationaltheater Bratislava den Francesco Foscari in Verdis I due Foscari unter der Leitung von Friedrich Haider singen.

Zoltán Vongrey in Puccinis Tosca 2. 9.

Zoltán Vongrey in Puccinis Tosca 2. 9.
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Die nächsten Vorstellungen

G. Puccini: La Bohème
Heute um 19:00

Am Ende des 19. Jahrhunderts erschienen im italienischen Musiktheater neue, aufgrund der zeitgenössischen realistischen Literatur ausgearbeitete Opernsujets. Der Naturalismus eines Émile Zola hat auf alle romantischen Idealisierungen verzichtet; er wollte die Welt mit ihrer Armut und ihrem Leid darstellen. Die selben Wege ging auch der Verismo-Stil der italienischen Oper: Die Handlung war voll von Leidenschaften, die manchmal zu einem gewaltsamen Schluß führten. Die Opern von Giacomo Puccini Manon Lescaut, La Bohème, Tosca und Madama Butterfly gehören zu den Höhepunkten dieses Stils. Die im Jahre 1851 veröffentlichten Scènes de la vie de bohème des Pariser Malers und Schriftstellers Henry Murger sind ein Bestseller geworden und Puccini hat sofort die Möglichkeit gesehen, sie zu einer Oper verwenden. Die rührende Geschichte von der Liebe zwischen dem Dichter Rodolfo und der todkranken Mimi und über die Freundschaft von vier jungen Künstlern am Pariser Montmartre waren ein ideales Thema für eine Oper. Das Libretto stammt von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, zwei erfahrenen Librettisten, mit denen der Komponist bereits an seiner Manon Lescaut zusammengearbeitet hatte; diese Zusammenarbeit sollte dann auch noch mit Tosca und Madama Butterfly fortgesetzt werden. La Bohème wurde am 1. 2. 1896 in Teatro Regio in Turin unter der Leitung von Arturo Toscanini uraufgeführt. Die scheinbare Leichtigkeit des Werkes im Vergleich mit dem herrschenden Wagnerismus hat Publikum und Kritik überrascht und die Premiere wurde nur zurückhaltend aufgenommen. Zwei Monate danach hatte sie in Palermo jedoch bereits einen riesigen Erfolg. Ähnlich wie später in Madama Butterfly oder Turandot hat hier Puccini seine Meisterschaft in der Schilderung des Lokalkolorits gezeigt. Claude Debussy soll gesagt haben, er kenne niemanden, der das Paris jener Zeit mit Musik besser charakterisieren hätte können als Puccini.

Im Gebäude der Staatsoper Prag (dem ehemaligen Neuen deutschen Theater) wurde La Bohème am 3. 5. 1908 erstaufgeführt und bis heute siebenmal inszeniert worden. Die Regie der neuen Produktion wird der Schauspieler und Sänger Ondřej Havelka führen, der sein Können als Regisseur bereits mit der Oper von Martin Smolka Nagano am Nationaltheater Prag (2004) und mit Smetanas Verkaufter Braut and Puccinis Gianni Schicchi und Leonvacallos Pagliacci am Nationaltheater Brünn (2006, 2008) unter Beweis gestellt hat.

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Die Staatsoper Prag - die Theatergeschichte in Bildern und Daten - Deckblatt
Die Staatsoper Prag - die Theater- geschichte in Bildern und Daten
Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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